Wenn Du jetzt meditieren anfängst, wird die größte Katastrophe sein, dass…

Du Dich fragst: „Warum hab ich es nicht früher angefangen?“ Lass uns mal schauen, wie Du Dich schneller durchringen kannst. Es ist schließlich eine große Entscheidung.

 

In diesem Post wirst Du erfahren

 

was viele beim Meditieren lernen übersehen
welche innere Haltung Dir hilft, Deinen Meditationswunsch nachhaltig umzusetzen
fünf ungewöhnliche Schritte, wie Du Dich innerlich auf Deine Meditationspraxis ausrichten kannst
welche Schritte Du heute gehen kannst

 

Letze Woche hast Du vielleicht Deine heiligen Gründe gesucht, warum Du meditieren willst. (siehe voriger Blogpost) Heute gehen wir es von der anderen Seite an.

 

✨ Was viele beim Meditieren lernen übersehen

An dieser Stelle wieder hole ich mich gerne: Ein Teil von Dir hat kein Interesse, dass Du Dich weiterentwickelst. Wenn Du etwas in Deinem Leben verändern willst, braucht es willentliche Anstrengung. Das werde ich Dir nicht verschweigen.
Es ist so, als ob Du eine neue Schneise durch den Dschungel schlagen willst, um neue Pfade anzulegen. Da braucht es erstmal ne scharfe Machete (Dein Bewusstsein) und Körpereinsatz (Deine Umsetzung), um in das Dickicht vorzudringen.

Wenn Meditieren lernen für Dich neu ist, dann liegt es wie alles andere Neue (z. B. neue Sprache lernen) außerhalb Deiner Komfortzone. Komfortzone ist da, wo gerade alles schick ist und sich eigentlich nix ändern muss oder soll. Aber Dein innerster Kern (Dein neugieriger Teil in Dir) will wachsen, sich ausprobieren, sich entwickeln und lebendig sein. Wenn Du diesem natürlichen Drang nicht nachgibst, beginnt in Dir eine Unzufriedenheit zu brodeln. Es kommen Fragen auf, wie: „Soll’s das jetzt wirklich gewesen sein? War das alles?“ Es braucht jetzt Deinen Mut, Neues und Unbekanntes auszuprobieren, den Schritt in die Herausforderungszone. Das Leben in Dir will weiter, Du kannst es nicht aufhalten, es will Neuland erobern.

Der Übergang zum Neuland ist klar zu erkennen: Deine Angst und Deine Verletzbarkeit sind Deine Begleiter zum Neuen. Das zu spüren ist meistens furchtbar, und der Verstand hilft Dir, die unangenehmen Dinge zu vermeiden mit z. B.: „Ach lass mal das Meditieren, ich wollt doch den Film auf Netflix sehen.“ Die Vermeidungsstrategien sind vielfältig und recht ausgefuchst.

 

Was kann Dir jetzt helfen?

 

✨ Welche innere Haltung Dir hilft, Deinen Meditationswunsch nachhaltig umzusetzen

Meditieren ist für mich gesunder Egoismus. Ich kümmere mich um meine mentale Hygiene.

Beim Duschen und Zähneputzen ist es die körperliche Hygiene. Das gehört ganz natürlich zum Tagesablauf. Warum nicht auch auf mentaler Ebene?
Meditieren ist kein Luxusding, um Selbstverwirklichung oder Erleuchtung zu erlangen. (Da schrillen bei mir die Alarmglocken)
Deutlich ausgedrückt, meditieren ist für mich eine zwingende Notwendigkeit, es ist gerade zu aktiver Umweltschutz (wie einer meiner Lehrer sagt) das find ich einleuchtend: Wenn ich mich um mein Wohlbefinden proaktiv kümmere, dann hat es meine Umwelt leichter mit mir. Oder hast Du etwa Bock, mit einem Sauertopf zusammenzuarbeiten? Da fühlen sich die anderen auch wohler, wenn ich ausgeglichen bin.

✨ Fünf ungewöhnliche Schritte, wie Du Dich innerlich auf Deine Meditationspraxis ausrichten kannst

Tim Ferriss, US-amerikanischer Autor hat eine clevere Methode in seinem Buch „The 4-Hour Workweek“ vorgestellt. Du findest seinen Blogpost zum Thema unter dem Stichwort “Fear-Setting”.

Die Herangehensweise kannst Du genauso für Deinen Meditationswunsch verwenden. Inspiriert von seiner Methode gebe ich es Dir so weiter:

 

1.) Beschreibe Deine schlimmsten Befürchtungen bezüglich Meditieren anfangen.

Was könnte im übelsten Fall passieren?

– Gehirnwäsche? (dazu eine gute Podcast-Episode von Veit Lindau: Der Meister-Hypnotiseur in deinem Leben)
– negative Auswirkungen, wie bei einem online Ärzteblatt gefunden
– Du landest in einer Sekte, und verlierst Dein Hab und Gut
– Angst Dein jetziges Leben, so wie es ist, zu verlieren

Was sind Deine Horrorszenarien?

Was wären die langfristigen Konsequenzen aus diesen Szenarien. Welche Katastrophenstufe (1 Lappalie bis 10 die volle Katastrophe) bekommt jedes Szenario? Und auf welcher Wahrscheinlichkeitsstufe (sehr unwahrscheinlich -bis mega sicher) ordnest Du jedes Szenario ein?

 

2.) Wie könntest Du den einzelnen Katastrophenszenarien entgegenwirken?

Wie könntest Du die Reißleine ziehen? Notiere Dir die Szenarien und die möglichen Hilfemaßnahmen detailiert.

Jetzt die Gegenfrage:

 

3.) Was sind die zu erwartenden positiven Auswirkungen, wenn Du das Meditieren lernen beginnst?

Sowohl in Dir als auch in Deinem Umfeld?

– raus aus dem Hamsterrad, raus aus der Überforderung
– ausgeglichener im Job
– entspannter und gelassener bei schwierigen Gesprächen
– lebendiger und mutiger zu sein?

Welche positiven Auswirkungen von Meditation reizen Dich am meisten?

Welche Stufe (1 belanglos bis 10 hammergeil) bekommt jede Auswirkung? Und auf welcher Wahrscheinlichkeitsstufe (sehr unwahrscheinlich bis mega sicher) ordnest Du jede Auswirkung ein?

Und wie wäre es, wenn Du zumindest zu einem Teil diese Auswirkungen erfahren darfst?

Haben das schon andere gewöhnliche Menschen geschafft?

 

4.) Welches Szenario hält Dich am meisten ab?
Ja, es mag unbequem sein, ich schone Dich auch nicht, Dir die Wahrheit übers Meditieren anfangen zu sagen. Das kann eine jahrelange Rumgeeiere sein. Das willst Du doch nicht, oder?
Tim Ferriss schreibt an dieser Stelle: „Es ist die Angst vor unbekannten Ergebnissen, die uns daran hindert, das zu tun, was dran ist.“

 

5.) Was ist jetzt dran?
Ungeschminkt: Schau der Unbequemlichkeit und der Unsicherheit ins Gesicht und dann tue es, so oder so. Du wirst es nicht bereuen. Das Neuland, das sich auftut, wird Dir neue Lebendigkeit schenken. Ist das zu blumig ausgedrückt? Ich denke, Du kannst, ahnen was ich meine. Es ist wie eine Reise in ein unbekanntes Land: Die Menschen und ihr Miteinander sind unbekannt für Dich, Du hört Stimmen und Geräusche, die Du so nicht gewohnt bist, das Essen schmeckt anders, neue Gerüche, neue Farben, die Welt erscheint in einem neuen Licht.

 

✨ Welche ersten Schritte Du heute gehen kannst

1.) Beschließe für eine Woche, jeden Tag eine Sache zu tun, die Du fürchtest, die unbequem oder lächerlich für Dich erscheint. (Schreib mir eine Mail, dass Du es tun willst.)

2.) Wähle klug Deine Vorhaben, außerhalb Deiner Komfortzone auf einer Skala von 1-10, Gute Wahl heisst für mich Stufe 4 bis 6. Du kannst Dich ja langsam steigern!

3.) Mach den Check: Welche Herausforderungsstufe hat Dein Vorhaben? Zur Orientierung: Eine 1-3 ist die komfortable Sofa-Pupszone (z. B. nagut, ich bring mal den Müll runter), 4-6 ist ne Herausforderung (was fällt dir hier jetzt spontan ein?), 7-8 sind extreme Aktionen und 9-10 ist die Panikzone. (von heut auf morgen & vor allem grundlos z.B. Job kündigen, Partner*in verlassen, den Mietvertrag kündigen).

4.) Tu es. Do it. Wirklich. Jeden Tag 1x.

5.) Schreib Dir Deine mutigen Taten abends in Dein Notizbuch

6.) Lass Dir die Liste Deiner Taten noch mal am Ende der Woche auf Dich einwirken.

7.) Kannst Du respektvoll erkennen, was Du geleistet hast?

 

Wenn Du Dich eine Woche lang damit aufgewärmt hast, dann schau nach, ob Du so mutig sein willst und jetzt das Meditieren beginnen willst.

 
Schreib mir gerne, wenn Du Fragen zum Einstieg ins Meditieren hast. Ich freue mich über jede E-Mail von Dir. In der Regel antworte ich innerhalb von 24 – 48 Stunden.