An Weihnachten schrillen die Alarmglocken

Meditieren bei dem Weihnachtsstress? Die Werbeindustrie ist mächtig am klappern, um alle vermeintlichen Gefahren und Bedrohungen fernzuhalten und Dich abzulenken, um Dir ein glückliches und besinnliches Weihnachten zu schenken.

Aber halt.

Lass uns mal die Weihnachtsstress-Berieselung stoppen und Deinen klaren Verstand einschalten. Du bist nicht auf die Dienstleistungen und Gadgets von außen angewiesen, um ein schönes Weihnachten zu verbringen.

Wenn Dir einer was Gutes tun kann, dann bist Du das: Mit folgender Meditation bringst Du Dich in eine sehr clevere Position.

 

In diesem Post wirst Du erfahren

✨ die größte Lüge über chronischen Weihnachtsstress
✨ warum es so wichtig ist, zu wissen, wie Du Weihnachten verbringen möchtest
✨ wie Du durch gezieltes Fragen zu Deinen Antworten kommst
✨ Stelle Deine „Not to do“ List für Weihnachten auf
✨ Tipps für neue Wege
✨ digital detox erleichtert Dir das Leben
✨ welchen Schritt Du heute gehen kannst

 

✨ die größte Lüge über chronischen Weihnachtsstress

Mein Blick über den Tellerrand hat mich zu Nick Wignall gebracht. Er schreibt über „die 6 subtilen Gewohnheiten, die Dein Glück sabotieren“. Er beschreibt die größte Lüge, dass man besser lerne müsse, mit dem Stress umzugehen. Da gebe ich ihm voll recht. Da läuten auch bei mir die Alarmglocken der Selbstoptimierung. Bei chronischem Stress (vielleicht ist das bei Dir die Weihnachtszeit) ist das eine ziemlich ungeschickter Ansatz. Wenn Du in so einer Lage “besser mit dem Stress umgehen” lernen willst, verschlimmert es die Lage, weil man ja längst gestresst ist. Da brauchst Du nicht versuchen, Deinen Stress wegzuatmen. Es wäre ein niedliches Pflaster, eine Ablenkung, aber keine wirkliche Hilfe. Du musst die Stressursachen finden. Und eine bessere Gesamtstrategie entwickeln.

 

✨ warum es so wichtig ist, zu wissen, wie Du Weihnachten verbringen möchtest

Lass uns kurz die Wortwahl klären: Wünschst Du Dir ein entspanntes, glückliches, besinnliches, schönes, (hier kannst Du Deine passende Beschreibung einsetzen) oder tolles Weihnachten?
Die Worte haben sicherlich verschiedene Geschmäcker für Dich. Ich werde sie in diesem Post beliebig verwenden, aber entscheide Du für Dich, welches Dich am besten erleichtert aufseufzen lässt. Welches Dir ein „Ja, genauso so ein Weihnachten wünsche ich mir!“ entlockt. Ich wünsche Dir einfach eine wunderbare Weihnachtszeit, die noch runder und gelungener ist, als die Jahre davor.
Genauso ist es mit dem Wort Weihnachtszeit: Entscheide Du für Dich, welche genaue Zeitspanne für Dich gemeint ist: Einfach DER Heilig Abend? Oder die Zeit ab Nikolaus (6.12.) bis Drei heilige Drei Könige (6.1.)? Oder die Drei Feiertage (24.-26. Dezember) Du weißt selbst am besten, welches die kritische Zeit ist, wo Wunschvorstellung und Realität auseinander klaffen.

Und ganz zu Anfang werde ich Dich mit einer ungeheuerlichen Wahrheit konfrontieren:

Schau mal, Du besitzt riesige Freiheit: Du kannst selbst entscheiden, was dieses Jahr in der Weihnachtszeit passiert.

 

Du magst empört sein oder denken: Du spinnst ja!“ Aber ganz ehrlich: Wenn Du es nicht tust, wird es jemand anderes für Dich entscheiden, oder das Leben, oder die Gewohnheiten.

Welche Szenarios drücken sich Dir auf, wenn Du an Weihnachten denkst?

 Vielleicht sieht es bei Dir so aus:

– Oma drängelt, dass doch bitteschön alle in die Kirche mit sollen (nicht wirklich Dein Ding …, so wie jedes Jahr)

– Es gibt wieder Gänsebraten mit allen Vor- und Nachspeisen bei Mama (hallo Bauchschmerzen)

– Du fährt Deine restliche Verwandtschaft ab im Land und sammelst ein Kaffee & Plätzchen Termin nach dem anderen. (wie soll ich die Kilos wieder runter bekommen?)

– Du wartest bis zum letzten Drücker, um Deine Geschenke zu besorgen (ein halber Tag muss reichen)

– Tante Erna kommt wie jedes Jahr zu Besuch und meckert über das schlechte Leben (früher war alles besser)

Vielleicht hast Du auch ganz andere Themen.
Eins steht fest. Nichts musst Du. Gar nichts.

 

Aber ein paar Sachen sind Dir wichtig.

Und die willst Du, weil sie Dir wertvoll sind. 

Oder, weil Du Lust darauf hast.

Das ist kein Müssen.

Das ist Wollen.

 

Soll ich Dir sagen, wie es geht?
Kann ich leider nicht. Ich kenne Deine Umstände gar nicht. Ich weiß aber, es braucht vor allem eins: Es braucht Dein Durchsetzungsvermögen. Das bedeutet, dass Du Dich für Deine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Werte einsetzt. Es bedeutet, Dich nach dem zu fragen, was Du willst, und was Du nicht willst. Je klarer Du bist, was Du möchtest, desto einfacher entwickelst Du Durchsetzungsvermögen. Und wie cool ist das: Desto mehr bist Du bei Dir.

 

✨ wie Du durch gezieltes Fragen zu Deinen Antworten kommst

Stell Dir die richtigen Fragen, die Dich zu Deinem entspannten Weihnachten bringen. Plane dafür Zeit ein, am besten in der kommenden Woche. Trag Dir „Zeit für Fragen & Antworten“ in Deinem Kalender ein. Du hast dafür keine Zeit? Hm, möchtest Du Weihnachten so wie immer verbringen? Oder hast Du Lust auf mehr Freude und Gelassenheit (wähle Deine Beschreibung)? Also zücke Deinen Kalender, wenn Du fertig gelesen hast und wenn Du dieses Jahr etwas ändern möchtest.

 

Was ist Dir wirklich wichtig zum Jahresende?
In Deiner „Zeit-für Fragen & Antworten“ lässt Du kurz die letzten Monate an Dir vorbeiziehen.

Brauchst Du vielleicht einfach Erholung und definitiv Nix—tun?
Gut. Sorge dafür. Blocke tageweise oder 4-stundenweise Zeitfenster für „Nix-tun“ „Freilassen“ oder „Nix“ in Deiner Weihnachtszeit.

Willst Du gute Freunde treffen?
Sehr schön. Verabrede Dich. Fang jetzt an, die Leute zu kontaktieren. Es tut so gut, mit den richtigen Menschen zusammen zu sein.

Willst Du Deine Familie sehen?
Auch gut. Wen genau? Auf wen kannst Du verzichten? Sei ehrlich zu Dir selbst. Wie Du das umsetzt, ist jetzt gerade nicht wichtig. Es braucht erstmal Deine Ver-ANTWORT-ung.

Willst Du Kultur erleben?
Auch schön, fang an ein paar Konzerte und Ausstellungen zu recherchieren. Kümmere Dich jetzt um Karten, damit, Du später nicht rumeierst.

Spürst Du den Wunsch, anderen helfen zu wollen?
Die Charity-Organisationen erwischen diesen Nerv meist ganz gut zum Weihnachtsfest. Vielleicht schüren sie sogar schlechtes Gewissen bei Dir. Mein Tipp: Bleib bei Dir und schau wie Du selbst wirksam sein kannst. Du kannst vielleicht beim Kita-Plätzchenverkauf auf dem Wochenmarkt 1x mithelfen. Du kennst bestimmt ein paar Menschen mit kleinen Kindern. Das wirkt Wunder, wenn Du das noch nie gemacht hast, pure Freude mit den Kids. Und Du bekommst das freudige Strahlen direkt zurück geschenkt. (ohne Spendenquittung)

Keinen Bock auf Geschenke?
Vielleicht magst Du statt Geschenken etwas Neues ausprobieren: Persönliche Weihnachtsgruss-Karten zum Nikolaus senden (warum bis Weihnachten warten?), Bring Freundliches und Wertschätzendes zum Ausdruck. Und verbinde den Gruß mit einer Einladung zum Dinner, zum Schlittschuhfahren oder ähnlichem für Januar. Das ist mega persönlich und entspannend.

Was ist Dir wichtig? 

Was erhebt Dein Gemüt? 

Was erfreut Dich?

Was tut Dir gut? 

Was fühlt sich richtig an?

 

✨ Stelle Deine „Not-to-do“ Liste auf

Lege eine Liste an und ergänze sie, wenn Dir etwas Neues einfällt. “Das alles werde ich nicht tun”:

 

1. in der letzten Woche vor Weihnachten meine Geschenke besorgen

2. Tante Trude (oder wie heißt Dein Nervenbold?) absagen (siehe unten)

3. Facebook öffnen von 24. bis 26. Dezember (siehe unten)

4. E-Mails lesen von 24. bis 26. Dezember

5. am letzten Arbeitstag, Dinge „schnell noch erledigen“, stattdessen ins neue Jahr verschieben

 

Was sind Deine Not-to-dos, damit Du ein freudvolleres und entspannteres Weihnachten erleben kannst?

 

 

✨ heiße Tipps für neue Wege

Sei egoistisch (siehe voriger Blogpost)
und tu’ Deinem Umfeld einen Gefallen damit. Fang jetzt an zu meditieren (siehe unten) und steig immer wieder aus dem (Vor-) Weihnachtsrummel aus. Du wirst automatisch reingezogen, wenn Du nicht aufmerksam bist. Das geht mir auch so, da bist Du nicht allein.

Erledige wichtige Dinge bis zum Nikolaus.
Danach ist Aufnahmestopp. Was soll „vor Weihnachten“ geschehen? Muss das wirklich sein? Was passiert, wenn Du es erst im Januar machst? Wenn die eine Sache vor Weihnachten sein muss, bleib fair Dir selbst gegenüber. Frage Dich: Was kann ich dafür anderes in den Januar verschieben?

Werde zum Nein-Sager
Du musst nicht jede Weihnachts-Party mitnehmen. Nochmal: entscheide, welches die wichtigen Menschen für Dich sind und kümmere Dich darum, dass Du sie in der Weihnachtszeit triffst. Ganz klar: Deine Top 3 reichen aus. Danach kommt nur noch ein Nein, oder ein Doppel-Nein. Oder gar ein Dreifaches-Nein: „Tut mir leid, es passt nicht. Da kann ich nicht. Nein, da ist es auch voll. Sorry, da auch nicht. Nein, geht nicht. Ist schon belegt (mit Dein Nix-Tun-Zeit) Nimm Deine Wünsche und Bedürfnisse ernst, Du bist es Dir wert. Und Du kannst es, nicht wahr?

Plane Pausen ein
Auszeiten für „Nix-Tun“ musst Du Dir im Kalender eintragen, wenn es neu für Dich ist (ich weiß, ich wiederhole mich), sonst nimmt es ein Teil von Dir nicht ernst.

Mache in der Weihnachtszeit einen Spaziergang pro Tag
Das bedeutet: Plane Zeit in der Natur ein. Das sind die wahren besinnlichen Zeiten. Warum, fragst Du Dich? Erfahre wieder mehr über Deine Sinne, rieche die kühle Luft, lass den Wind über Dein Gesicht streichen, oder spürst Du Sonnenstrahlen im Gesicht? Nimm Blätter und Steine vom Wegrand in die Hand, spüre die Oberfläche, spüre die Kälte. Höre das Rauschen in den Bäumen (auch wenn da andere Geräusche sind), Kannst Du Vögel hören? Hörst Du das Knirschen unter Deinen Schuhen? Das alles bringt Dich wieder in den Kontakt mit Deinen Sinnen. Du bist mehr als Dein Verstand. Genieße es, mehr hier zu sein.

 

✨ digital detox erleichtert Dir das Leben

Jetzt mal ganz praktisch und nüchtern:

+ richte Deinen Email-Autoresponder ein

+ schmeiß die Sozialmedia-Apps (zeitweise) vom Handy

+ nutze den Flugmodus auch mal tagsüber

+ leg das Ding aus Deinem Blickfeld

Probier es aus, die Umsetzung ist wahres Heldentum für mich.

 

✨ welchen Schritt Du heute gehen kannst

Lerne jetzt, Wie Du Dir täglich eine Auszeit während der Festtage schenken kannst. Fang jetzt an, bevor der übliche Trubel losgeht. Verabrede Dich mit Dir selbst. Lass es 10 Minuten sein, wo Du nix tust. Gar nichts.

 

Meditation “Ich muss gerade gar nichts”
Begib Dich an einen Ort, wo Du 10 Minuten ungestört sein kannst. Mach es Dir gemütlich, nimm vielleicht eine warme weiche Decke mit. Finde eine angenehme Position.

Schalte Dein Handy auf Flugmodus. Stell Dir einen Wecker für 10 Minuten. Wähle einen angenehmen Klingel-Ton. Und drücke Start.

Lehne Dich zurück, auch innerlich. Du brauchst nix tun. Du musst Dich nicht entspannen. Du musst nicht mal meditieren. Du kannst Dir selbst sagen: „Ich muss jetzt gerade gar nix tun.“

Wenn Dein Verstand angespannt sein will ist das okay. Wenn er sich entspannen möchte ist das okay. Wenn Dein Körper verkrampft ist, dann ist das okay. Und wenn er etwas locker lassen will ist das okay. Wenn die Gedanken schwirren, dann beobachte sie wie spielende Hunde. Das ist okay. Wenn Du ihnen hinterherjagst, ist das auch okay.
Wenn Dein Atem angestrengt ist, darf das so sein, wenn er ruhiger wird, ist das okay. Wenn die Emotionen wirbeln und sich aufbauschen, ist das okay, wenn sie sich beruhigen ist das okay.

10 Minuten einfach sein mit allem, was ist. Ganz intim, Du mit Dir selbst.

Wenn Dein Wecker klingelt, atmest Du 2- 3 mal sanft durch, atme tief und sanft in den Bauch ein und aktiv wieder aus.

Danke Dir selbst für die Pause und schau, wie Du den Tag weiter erleben möchtest.

Denk daran, Du kannst Dich jederzeit neu ausrichten. Nicht nur zur Weihnachtszeit.

 

PS: Die Inspiration für dieser Art von Auszeit habe ich aus einer Meditation von Veit Lindau entnommen.